Inlandproduktion

Wichtige Information zur Herstellung von Desinfektionsmitteln

Die Herstellung von Desinfektionsmitteln basierend auf den beiden Allgemeinverfügungen vom 28.2.2020 und 9.4.2020 ist nach dem 31. August 2020 nicht mehr möglich.

Die Lagerbestände dürfen bis zum 28. Februar 2021 noch in den Handel gebracht und abverkauft werden.

Unter folgenden Bedingungen ist eine Verlängerung dieser Frist möglich:

  • Es wird eine ZN-Zulassung für das Desinfektionsmittel beantragt. Dies ist für Produkte, die den Vorgaben für die Rezeptur der Allgemeinverfügung erfüllen, einfach möglich. Kostenpunkt Fr. 350.-. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
  • Die Zulassung beinhaltet eine Klausel, die vorsieht, dass Produkte, die nur gemäss den Vorgaben der Allgemeinverfügung gekennzeichnet sind, längstens bis zu deren Verbrauchsdatum oder der Gültigkeit der Zulassungsverfügung – je nachdem welches Datum früher eintritt – abverkauft werden dürfen.

Wird kein Gesuch gestellt, so wird keine Verlängerung der Abverkaufsfrist gewährt.

Informationen zur Zulassung von Desinfektionsmitteln finden Sie unter folgender Internetadresse:

Hinweise und Erläuterungen zur Zulassung von alkoholischen Desinfektionsmitteln (admin.ch)

Das Recht zur Herstellung und Reinigung von gebrannten Wassern wird vom Bund an privatwirtschaftliche Unternehmungen durch Brennereikonzessionen übertragen (Art. 3I AlkG). Diese Brennereikonzessionen werden von der Sektion Spirituosensteuer der Eidgenössischen Zollverwaltung EZV erteilt.

*L.r.A. = Liter reiner Alkohol

Auf den entsprechenden Unterseiten finden Sie weitergehende Informationen zu den jeweiligen Produktionsarten.

Privatpersonen

Spirituosen der Marke Eigenbrand stehen hierzulande hoch im Kurs. Als Privatperson dürfen Sie jedoch keinen Brennapparat besitzen, erwerben oder verwenden. Die Brenntätigkeit steht ausschliesslich den konzessionierten Gewerbe- oder Lohnbrennereien zu. Dies gilt auch für die Herstellung von Gin mit Umbrand (Redistillation) von besteuertem Trinksprit und eingelegten Gin-Botanicals (Gewürze und Kräuter). 
Wer als Privatperson qualitativ gute Spirituosen aus eigenen oder gekauften Früchten herstellen lässt, sollte sich an die folgende Checkliste halten:

1. Rohstoffe vorbereiten

Den Rohstoff für den Brennprozess vorbereiten, also waschen, zerkleinern und einmaischen.

2. Lohnbrenner suchen

Da es Privatpersonen in der Schweiz verboten ist, selber Spirituosen herzustellen, müssen Sie nach Abschluss des Gärprozesses eine konzessionierte Lohnbrennerei aufsuchen, welche die Maische zur Spirituose verarbeiten wird.  

3. Steuern und Brennerlohn entrichten

Auf Spirituosen, ob importiert oder in der Schweiz hergestellt, lastet eine Steuer von 29 Franken pro Liter reinen Alkohols. Für einen Liter Obstbrand zu 40 % Vol muss beispielsweise eine Steuer von 11.60 Franken bezahlt werden. Die Lohnbrennerei meldet der A AT via Formular, für wen und aus welchen Rohstoffen sie eine bestimmte Menge an Destillaten herstellte. Die Steuerrechnung schickt die A AT dann direkt der Person zu, die den Brennauftrag erteilt hat. Der Brennerlohn wird von der Lohnbrennerei in Rechnung gestellt. Mehr Informationen dazu (inkl. Merkblätter und Adressen) finden Sie im entsprechenden Leitfaden

Formulare

Kontakt

Eidgenössische Zollverwaltung
Abteilung Alkohol und Tabak
Sektion Spirituosensteuer
Route de la Mandchourie 25
2800 Delémont

Tel.
+41 58 462 65 00
Fax
+41 58 463 18 28

spirituosen@ezv.admin.ch

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https://www.ezv.admin.ch/content/ezv/de/home/themen/alcohol/inlandproduktion.html