Inlandproduktion

Wichtige Information zur Herstellung von Desinfektionsmitteln

Die Herstellung von Desinfektionsmitteln basierend auf den beiden Allgemeinverfügungen vom 28.2.2020 und 9.4.2020 ist nach dem 31. August 2020 nicht mehr möglich.

Die Lagerbestände dürfen bis zum 28. Februar 2021 noch in den Handel gebracht und abverkauft werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Herstellung von Desinfektionsmitteln im Rahmen von Covid-19

Aufgrund der aussergewöhnlichen Situation bieten wir eine pragmatische Lösung für die Herstellung von Desinfektionsmitteln aus hochprozentigen Spirituosen für gewerbliche Brennereien und Lohnbrennereien an. Falls Sie interessiert sind, lesen Sie zuerst die Allgemeinverfügung des Bundesamts für Gesundheit BAG sowie die dazugehörenden Hinweise zur Allgemeinverfügung und zur Etikettenvorlage.

Die Verantwortung und Haftung für die korrekte Herstellung und korrekte Bezeichnung auf der Etikette wie auch das Inverkehrbringen von Desinfektionsmitteln unterliegt der Selbstkontrolle der jeweiligen Herstellerin. Das BAG hat dazu das Merkblatt «Anforderungen für die Zulassung von alkoholischen Desinfektionsmitteln» erlassen.

Bewilligungsantrag für die Herstellung von Desinfektionsmittel für Gewerbebrennereien

Als gewerblicher Produktionsbetrieb füllen Sie den entsprechenden Antrag aus. Wir antworten so rasch als möglich auf Ihr Begehren.

Deklaration für die Fabrikation von Desinfektionsmitteln durch eine Lohnbrennerei

Wenn Sie als Lohnbrennerbetrieb einen Auftrag für die Fabrikation von Desinfektionsmitteln erhalten haben, müssen Sie die spezielle Erklärung nach Abschluss des Brennvorgangs ausfüllen. Diese Erklärung beinhaltet sowohl die Produktionsdeklaration als auch die Bewilligung für die Herstellung von Desinfektionsmitteln. Somit muss keine zusätzliche Erklärung (Papierform, alco-dec oder LB-Win) ausgefüllt und der EZV eingereicht werden.

Denaturierungsvorschriften

Die Denaturierung muss mit 2% Methylethylketon oder mit 0.1% Kampfer erfolgen (vgl. Allgemeinverfügung und Hinweise zur Allgemeinverfügung des BAG). Alternativ verweisen wir auf die von der WHO bzw. vom Verband «Die Schweizer Brenner» empfohlene Rezeptur:

830 ml Ethanol 96%
45 ml Wasserstoffperoxid 3%
110 ml abgekochtes Wasser.
15 ml Glycerin 98%

Hinweis Lenkungsabgabe auf VOC

Der Bundesrat hat am 5. Juni 2020 im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in einer befristeten Verordnung Erleichterungen im Umweltrecht beschlossen.

Der Bedarf an Desinfektionsmitteln ist stark gestiegen. Um das Angebot rasch und zu niedrigeren Kosten erhöhen zu können, sollen Flächendesinfektionsmittel rückwirkend vom 28. Februar bis 31. August 2020 von der von der Lenkungsabgabe auf flüchtige organische Verbindungen (VOC) befreit werden. Sie werden damit den Handdesinfektionsmitteln gleichgestellt.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie von der EZV, Sektion VOC, Automobilsteuer, Rückerstattungen (Tel. 058 462 65 47; E-Mail: ozd.var@ezv.admin.ch).

Das Recht zur Herstellung und Reinigung von gebrannten Wassern wird vom Bund an privatwirtschaftliche Unternehmungen durch Brennereikonzessionen übertragen (Art. 3I AlkG). Diese Brennereikonzessionen werden von der Sektion Spirituosensteuer der Eidgenössischen Zollverwaltung EZV erteilt.

*L.r.A. = Liter reiner Alkohol

Auf den entsprechenden Unterseiten finden Sie weitergehende Informationen zu den jeweiligen Produktionsarten.

Privatpersonen

Spirituosen der Marke Eigenbrand stehen hierzulande hoch im Kurs. Wer als Privatperson qualitativ gute Spirituosen aus eigenen oder gekauften Früchten herstellen lässt, sollte sich an die folgende Checkliste halten:

1. Rohstoffe vorbereiten

Den Rohstoff für den Brennprozess vorbereiten, also waschen, zerkleinern und einmaischen.

2. Lohnbrenner suchen

Da es Privatpersonen in der Schweiz verboten ist, selber Spirituosen herzustellen, müssen Sie nach Abschluss des Gärprozesses eine konzessionierte Lohnbrennerei aufsuchen, welche die Maische zur Spirituose verarbeiten wird.  

3. Steuern und Brennerlohn entrichten

Auf Spirituosen, ob importiert oder in der Schweiz hergestellt, lastet eine Steuer von 29 Franken pro Liter reinen Alkohols. Für einen Liter Obstbrand zu 40 % Vol muss beispielsweise eine Steuer von 11.60 Franken bezahlt werden. Die Lohnbrennerei meldet der A AT via Formular, für wen und aus welchen Rohstoffen sie eine bestimmte Menge an Destillaten herstellte. Die Steuerrechnung schickt die A AT dann direkt der Person zu, die den Brennauftrag erteilt hat. Der Brennerlohn wird von der Lohnbrennerei in Rechnung gestellt. Mehr Informationen dazu (inkl. Merkblätter und Adressen) finden Sie im entsprechenden Leitfaden

Formulare

Kontakt

Eidgenössische Zollverwaltung
Abteilung Alkohol und Tabak
Sektion Spirituosensteuer
Route de la Mandchourie 25
2800 Delémont

Tel.
+41 58 462 65 00
Fax
+41 58 463 18 28

spirituosen@ezv.admin.ch

Kontaktinformationen drucken

https://www.ezv.admin.ch/content/ezv/de/home/themen/alcohol/inlandproduktion.html