Globally Networked Customs

Globally Networked Customs (GNC) ist eine Architektur der Weltzollorganisation (WZO), welche die Rationalisierung, Harmonisierung und Standardisierung des Informationsaustausches zwischen den WZO-Mitgliedern ermöglicht. Durch die engere Zusammenarbeit unter den Zollverwaltungen soll auf der einen Seite der Aufwand und damit die Kosten sowohl für den Zoll als auch für die Wirtschaft reduziert und auf der anderen Seite die Qualität gesteigert werden.

Dank dieser Architektur können standardisierte Daten, wie zum Beispiel AEO- oder Sicherheitsdaten, ausgetauscht werden. Dank des standardisierten Datenaustausches stehen so zum Beispiel beim Veranlagungsverfahren oder der Risikoanalyse, den einzelnen Zollverwaltungen mehr Informationen zur Verfügung, als wenn diese unabhängig voneinander arbeiten würden.

Die Schweiz (EZV und SECO) nahm zum ersten Mal im November 2011 an der inzwischen 9. Sitzung der ad hoc Working Group teil. Für den Datenaustausch werden modular aufgebaute internationale Standards, so genannten 'Utility Blocks' (UB), erarbeitet. Die WZO hat die entsprechende Machbarkeitsstudie Ende Juni 2012 angenommen. Die UBs werden jeweils zwischen den jeweilig involvierten Staaten bzw. Staatengemeinschaften entwickelt. Die WZO nimmt dabei die koordinierende Funktion wahr.

Die Schweiz beteiligt sich zusammen mit der EU momentan an der Ausarbeitung von zwei UB (Austausch der AEO-Identitäten und Austausch der Sicherheitsdaten gem. Verpflichtung zum Abkommen über Zollerleichterungen und Zollsicherheit Schweiz - EU). Dafür wurde das EZV-Projekt „GNC" gestartet. In diesem Rahmen wird die Idee/Architektur GNC auch auf nationaler Ebene weitergeführt. Das Ziel ist eine technische Infrastruktur bis im Jahr 2014 bereitzustellen, welche für ein breiteres Spektrum angewendet werden kann (Datenaustausch mit anderen Bundesämtern/Kantonen/etc.).

https://www.ezv.admin.ch/content/ezv/de/home/themen/projekte/globally-networked-customs.html