European Electronic Toll Service (EETS)

Mit dem European Electronic Toll Service (EETS) ermöglicht die Europäische Union (EU) einen europaweit kompatiblen elektronischen Mautdienst (Toll Service). Die Vision: Transportfahrzeuge sollen für die Entrichtung von Mauten nicht mehr an Grenzen anhalten müssen. Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) hat mit dem Projekt EETS die Voraussetzungen für die Anbindung der Schweiz an EETS geschaffen, sodass ausländische Transportfahrzeuge an der Schweizer Grenze nicht mehr anhalten müssen, um die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) zu entrichten.

Das DaziT-Projekt EETS wurde im Juni 2018 gestartet. Technisch gesehen wurde ein neuer Erfassungsdienst gebaut und in das bestehende Schweizer Mautsystem (LSVA) integriert. Infrastrukturseitig wurden die Baken- und Enforcement-Systeme entlang des Schweizer Strassennetzes und an den Grenzübergängen umgerüstet. Zudem wurde eine neue organisatorische Lösung für die Umsetzung von EETS konzipiert und ausgetestet. Dabei arbeitet die EZV neu mit privaten Erfassungsdienstleistern, sogenannten EETS-Providern. Bevor diese ihre Dienstleitungen in der Schweiz anbieten können, müssen sie ein vierstufiges Zulassungsverfahren durchlaufen. Dieses Zulassungsverfahren wurde auf das in der EU etablierte Verfahren abgestimmt. Die rechtliche Grundlage dazu liefert die EETS- und Tankkarten-Anbieter-Verordnung EFD (SR 641.811.423) vom 1. März 2020.

Die technische Lösung für die Nutzung von EETS wurde per Ende März 2020 den Zollstellen für die Einführung übergeben. Der Betrieb wird gemäss der neuen Strategie durch ein DevOps Team sichergestellt. Das Zulassungsverfahren wird vom Fachdienst der EZV begleitet. Die EZV geht davon aus, dass im zweiten Halbjahr 2020 erste mit EETS-Geräten ausgerüstete Lastwagen in die Schweiz einfahren können.  

 
https://www.ezv.admin.ch/content/ezv/de/home/themen/projekte/dazit/aktueller-stand-der-arbeiten/eets.html