Transformationsprogramm DaziT

Die EZV wird mit dem gesamtheitlichen Transformationsprogramm DaziT bis ins Jahr 2026 konsequent ins digitale Zeitalter überführt. Davon profitieren die Bevölkerung, die Wirtschaft und der Staat. Die Zollformalitäten werden vereinfacht und durchgehend digitalisiert. Auch die Sicherheit in Bezug auf die grenzüberschreitende Kriminalität oder irreguläre Migration wird durch die digitale Vernetzung verbessert.

Die Programmbezeichnung «DaziT» steht für «Dazi», das rätoromanische Wort für Zoll, und für «Transformation», während die «IT» das zentrale, ermöglichende Element darstellt. 

Das Programm DaziT besteht aus sieben Projekten, die auf strategische Ziele ausgerichtet sind und den Anknüpfungspunkt für die finanzielle Steuerung bilden. Zur Umsetzung hat das Parlament im Herbst 2017 einen Verpflichtungskredit von rund 400 Millionen Franken bewilligt, der in vier Tranchen freigegeben wird. Gesamtauftraggeber ist EZV-Direktor Christian Bock, die Programmleitung liegt bei EZV-Vizedirektorin Isabelle Emmenegger.

Aktueller Stand der Arbeiten

Das Programm DaziT wurde am 1. Januar 2018 offiziell gestartet. Neben der Programm- und Transformationssteuerung laufen derzeit drei Projekte: IKT Grundlagen, Portal & Kunde sowie Redesign Fracht.

Die beiden ersten Projekte bereiten das technische Fundament der neuen Anwendungslandschaft vor und haben, zumindest in ihrer Anfangsphase, keine direkten Auswirkungen auf Dritte.

Das Projekt Redesign Fracht hat für die Wirtschaft sowie für den Bundesrat höchste Priorität. Es umfasst die vollständige Digitalisierung der Prozesse für die Ein-, Aus- und Durchfuhr von Waren und ermöglicht eine bessere Überwachung der Warenflüsse. Vertreter der Wirtschaft werden im Projekt eng einbezogen. Im Jahr 2018 steht das Teilprojekt Redesign Fracht Datenbank im Vordergrund, welches das Datenmodell auf internationale Standards ausrichtet und dadurch den Austausch mit Partnern im Ausland erleichtert. Gleichzeitig werden der Ergebnisse der Studie Prozesse im Warenverkehr vertieft und auf mögliche Synergien mit den Abgabenprozessen (z.B. Erhebung der Mineralölsteuer) geprüft.

Noch bevor die eigentlichen DaziT-Projekte Wirkung zeigen werden im Jahr 2018 bereits fünf Pilotprojekte (Quick Wins) umgesetzt. Sie sollen rasch einen ersten Mehrwert für die Wirtschaft, die Bevölkerung und den Staat bringen. Gleichzeitig bereiten sie die EZV auf komplexere Projekte vor, indem Hürden rechtzeitig identifiziert und passende Massnahmen eingeleitet werden.

Das erste Ergebnis wurde pünktlich zum Programmstart, am 1. Januar 2018, produktiv gestellt. Neu können Firmen die Beilagen zur Zollanmeldung elektronisch einreichen. Die neue Lösung (WebGUI) ist mit dem bestehenden Verzollungssystem e-dec verknüpft. Sie wurde in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsvertretern und nach agiler Methode entwickelt. Die E-Begleitdokumente werden nun mit Pilotfirmen und -zollstellen getestet. Eine optimierte Version mit automatischer Schnittstelle (Webservice) ist auf Sommer 2018 geplant.

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