Vereinfachung und Digitalisierung

Die systematische Vereinfachung und durchgehende Digitalisierung der EZV-Prozesse hat mit dem Start des Programms DaziT am 1. Januar 2018 formell begonnen und wird bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

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Erste Ergebnisse 

Smartphone Apps ermöglichen digitale Verzollungen im privaten Reiseverkehr (QuickZoll), die mobile Bezahlung der pauschalen Schwerverkehrsabgabe (Via), die automatische Aktivierung von Zollanmeldungen beim Grenzübertritt (Activ und Periodic) sowie effizientere Kontrollabfragen durch die EZV dank neuer interner Apps.

Mit QuickZoll wurden seit April 2018 mehr als vier Millionen Franken eingenommen und Via wurde als beste Schweizer App 2019 ausgezeichnet.

Neben den Apps werden auch erste Kernsysteme beziehungsweise Teilsysteme in Betrieb genommen. Die im Juli 2020 eingeführten Anwendungen E-Begleitdokument und E-Com und die neue DocBox bilden erste Schritte auf dem Weg zum neuen Warenverkehrssystem «Passar». Sie ermöglichen jederzeit und überall eine kontaktlose Interaktion zwischen dem Zoll und seinem Gegenüber. Das neue ePortal und die Benutzerverwaltung im Selfcare-Prinzip sind seit November 2020 planmässig in Betrieb und werden für die Bierbesteuerung genutzt.

Mit der Anbindung der Schweiz an das europäische Mautsystem EETS wurden wesentliche Vorarbeiten für die geplante Erneuerung des LSVA-Erfassungssystems für die inländischen Transporteure im Jahr 2024 geleistet. Die erste EETS-Fahrt in die Schweiz fand am 14. Januar 2021 statt. Der internationale Briefpostverkehr wird im Frühjahr 2021 an  das neue europäische Import Control System 2 angebunden.

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Agile Umsetzung

Die EZV setzt bei der Umsetzung des Programms DaziT konsequent auf agile Methoden. Seit Sommer 2019 wird das Rahmenmodell SAFe zur übergreifenden Koordination eingesetzt. Dabei wurden die in der Sonderbotschaft DaziT von 2017 beschriebenen Projekte je einem Value Stream zugewiesen.

In diesen Value Streams definieren die Fachvertreter den Bedarf aus Nutzersicht (sogenannte Epics), die übergeordnete Priorisierung findet im Portfolio BAZG statt, die Umsetzung erfolgt schliesslich im sogenannten Agile Release Train (ART). Der ART oder «Acziun», rätoromanisch für Bewegung, ist die «Softwarefabrik» von DaziT. Er besteht aktuell aus 14 Teams, die sich alle zehn Wochen zu einem zweitägigen Planungsanlass, dem Program Increment Planning (PI Planning) treffen.

Die fünf Value Streams der EZV

Das neue LSVA-Erhebungssystem wird in 2024 in Betrieb genommen.

Ausblick

In den Jahren 2022-2025 werden die Hauptanwendungen in Betrieb genommen, unter anderem:

  • das neue Warenverkehrssystem Passar zur Ablösung von NCTS e-dec/e-dec web (2023/2025)
  • das neue Grenzkontrollsystem inklusive den neuesten Weiterentwicklungen von Schengen/Dublin (2022/23)
  • das neue einheitliche Rapportierungssystem (2024) 
  • das LSVA-Erhebungssystem der neuen Generation für inländische Lastwagen (2024).
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Abstimmung mit Partnern und Anspruchsgruppen

Die erfolgreiche Umsetzung von DaziT erfordert eine enge Abstimmung mit nationalen und internationalen Partnern. Gespräche mit den nachbarstaatlichen Zollverwaltungen sowie mit den europäischen Behörden sind im Gang, um einen einfacheren, rascheren und vor allem medienbruchfreien Grenzübertritt zu ermöglichen. Im Fokus steht die Schaffung eines digitalen «BorderTicket». Der Austausch mit Unternehmen und Wirtschaftsverbänden findet in der «Begleitgruppe Wirtschaft» und in diversen Arbeitsgruppen statt. Auch die Kantone und Sicherheitsorganisationen werden regelmässig informiert.

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