Inlandproduktion

Firmen

Gewerbebrennkonzession 

Für die gewerbliche Herstellung von Spirituosen müssen Sie im Besitz einer Brennerei mit der entsprechenden gewerblichen Konzession sein. Eine solche Konzession können Sie bei uns (Abteilung Alkohol und Tabak, A AT) beantragen, deren Erteilung wird jedoch sehr restriktiv gehandhabt. Konkret müssen Firmen unter anderem 200 Liter reinen Alkohols bei einem Lohnbrenner produzieren lassen und darüber genau Buch führen, bevor sie eine gewerbliche Konzession beantragen können.

Lohnbrennkonzession

Bevor die A AT eine Konzession für den Betrieb einer Lohnbrennerei erteilt, klärt sie das wirtschaftliche Bedürfnis in der Region nach einer Lohnbrennkonzession (Brennen für Dritte) ab. Dabei wird der Standort, die Nachfrage und die Qualität bisher produzierter Brände überprüft.

Privatpersonen

Wer Eigenbrände herstellen will, muss wie folgt vorgehen:

Rohstoffe vorbereiten

Den Rohstoff für den Brennprozess vorbereiten, also waschen, zerkleinern und einmaischen.

Lohnbrenner suchen

Da es Privatpersonen in der Schweiz verboten ist, selber Spirituosen herzustellen, müssen Sie nach Abschluss des Gärprozesses eine konzessionierte Lohnbrennerei aufsuchen, welche die Maische zur Spirituose verarbeitet. Die Liste der Lohnbrennereien finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Steuern und Brennerlohn entrichten

Auf Spirituosen, ob importiert oder in der Schweiz hergestellt, lastet eine Steuer von 29 Franken pro Liter reinen Alkohols. Für einen Liter Obstbrand zu 40 % Vol muss also eine Steuer von 11.60 Franken bezahlt werden. Die Lohnbrennerei meldet der A AT, für wen und aus welchen Rohstoffen sie eine bestimmte Menge an Destillaten herstellte. Die Steuerrechnung schickt die A AT dann direkt der Person zu, die den Brennauftrag erteilt hat. Der Brennerlohn wird von der Lohnbrennerei in Rechnung gestellt. Mehr Informationen dazu (inkl. Merkblätter und Adressen) finden Sie im entsprechenden Leitfaden

Landwirtinnen und Landwirte

Landwirte oder Landwirtinnen verarbeiten nur Eigengewächs von ihrem selbst bewirtschafteten Boden oder selbst gesammeltes inländisches Wildgewächs. Wer keine eigene Brennerei besitzt, lässt seine Rohstoffe in einer Lohnbrennerei verarbeiten.

Grundsätzlich sind Spirituosen, die im landwirtschaftlichen Betrieb benötigt werden, steuerfrei. Die maximal zulässige Menge wird jährlich aufgrund der ausgewiesenen Fläche, Personenzahl und Anzahl Hochstammbäume individuell berechnet. Die Basis dafür bilden die landwirtschaftlichen Betriebsdaten des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW). Für Spirituosen, die anderweitig als in Haus und Hof verbraucht werden, muss die entsprechende Steuer bezahlt werden. Die Landwirtinnen und Landwirte müssen jedes Jahr in einer Jahreserklärung die weitergegebenen Spirituosen und den Endvorrat erfassen und an die A AT senden. Diese Jahreserklärung kann seit Sommer 2016 auch über das landwirtschaftliche Portal Agate online ausgefüllt werden.

Die Steuerveranlagung erfolgt weitgehend nach dem Prinzip der Selbstdeklaration. Bei einer Jahresproduktion von über 200 Liter reinen Alkohols werden landwirtschaftliche Betriebe der gewerblichen Kontrolle unterstellt und müssen eine Spirituosenbuchhaltung führen.

Kontakt

Eidgenössische Zollverwaltung
Abteilung Alkohol und Tabak
Sektion Spirituosensteuer
Route de la Mandchourie 25
2800 Delémont

Tel.
+41 58 462 65 00
Fax
+41 58 463 18 28

spirituosen@ezv.admin.ch

Kontaktinformationen drucken

https://www.ezv.admin.ch/content/ezv/de/home/themen/alcohol/spirituosen_produktion.html