Alkoholzehntel

In der Schweiz erhalten die Kantone jährlich einen Teil des Reingewinns aus der Spirituosenbesteuerung, nämlich den Alkoholzehntel (10% des Gewinns geht an die Kantone, 90% fliesst in die Bundeskasse). 2017 wurde den Kantonen im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungszahl 24'596'426 Franken ausgerichtet.

Die Kantone sind verpflichtet, ihren Anteil am Alkoholzehntel für die Bekämpfung der Ursachen und Folgen von Alkoholismus sowie von Suchtmittel-, Betäubungsmittel- und Medikamentenmissbrauch einzusetzen. Nach der Verteilung der Beträge an die
Dachorganisationen erstatten Letztere der A AT über die Verwendung des Alkoholzehntels Bericht.

Sie finden diese Berichte auf der entsprechenden Seite, indem Sie auf der Karte der Schweiz auf den gewünschten Kanton klicken.

Verwendung nach Suchtform

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Die Angaben der Kantone über die Verwendung des Alkoholzehntels nach Suchtform ist über die Jahre sehr stabil geblieben. Der Alkoholzehntel ist zwar nicht der Prävention und der Behandlung der aus der Alkoholabhängigkeit erwachsenden Probleme vorbehalten, doch profitiert die Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs mit Anteilen von generell rund 40 Prozent weiterhin am stärksten vom Zehntel. Zahlenmässig ausgedrückt waren dies im Jahr 2017 knapp 10 Millionen Franken. Generell verwenden fast alle Kantone einen Teil des Zehntels für die Alkoholproblematik.

Auch die Investitionen in suchtübergreifende Massnahmen spielen bei der Verteilung des Alkoholzehntels eine konstant wichtige Rolle: Ein Drittel (36%) der kantonalen Ausgaben wurde 2017 (2016: 32%) dafür verwendet. Auf die Bekämpfung der Ursachen und Wirkungen des Konsums illegaler Stoffe entfallen im Allgemeinen rund 11 Prozent der Mittel und auf die Tabakbekämpfung rund 6 Prozent. Seit 6 Jahren haben sich diese prozentualen Anteile nicht verändert.

Verwendung nach Handlungsfeldern

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In Prävention, Früherkennung und Behandlung investieren die Kantone gewöhnlich über 90 Prozent des Alkoholzehntels. Die Anteile, die der  Nachsorge sowie der Forschung, der Aus- und der Weiterbildung gewidmet sind, liegen generell bei rund 10 Prozent (aktuell 9 Prozent).

Über die Jahre ist eine grosse Stabilität bei der Verwendung in den Handlungsfeldern Prävention, Nachsorge und Forschung erkennbar. Auch die Früherkennung bleibt mit 17% gegenüber dem Vorjahr stabil. Generell lässt sich sagen, dass die Mittelallokation weitgehend von der Strategie der einzelnen Kantone abhängt.

Ausgleichsfonds

2017 lagen die Ausgaben der Kantone unter den Einnahmen aus dem Alkoholzehntel. Der Saldo von rund 330'000 Schweizerfranken wurde deshalb in den Ausgleichsfonds (kumulierte Reserven aus den Vorjahren) eingezahlt. Normalerweise nehmen diese Reserven stets ab. Die Kantone sind verpflichtet, den Alkoholzehntel vollumfänglich für den gesetzlich vorgeschriebenen Zweck zu verwenden. Einzelne Kantone haben dieses Jahr nicht alle Mittel, die ihnen aus dem Alkoholzehntel zur Verfügung standen, ausgegeben.

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Kontakt

Eidgenössische Zollverwaltung
Abteilung Alkohol und Tabak
Route de la Mandchourie 25
2800 Delémont

Tel.
+41 58 462 65 00
Fax
+41 58 463 18 28

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