Rohholzexporte der Schweiz auf 30-Jahrestief

Zu den wenigen Rohstoffen, welche die Schweiz exportiert, gehört Rohholz. Ein Blick auf die Langzeitentwicklung von 1988 bis 2017 zeigt: Die Exporte sind im vergangenen Jahr mit 513 990 Tonnen auf das zweitniedrigste Niveau der letzten 30 Jahre gefallen. Im Spitzenjahr 2000 war die exportierte Menge fünfmal so hoch.

19.10.2018

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Unterteilt man die Entwicklung in drei Zeitphasen, zeigt sich für die Periode 1988-1999 ein insgesamt leichter Exportanstieg von rund 550 000 auf 870 000 Tonnen Rohholz.

Im Jahr 2000 wurde die Exportmenge auf ein Hoch von 2,5 Millionen Tonnen katapultiert. Den rekordartigen Holzexporten im Millenniumsjahr ging allerdings ein folgenschweres Naturereignis voraus: am Stephanstag 1999 fegte der Orkan „Lothar“ auch über die Schweiz und richtete unter anderem enorme Schäden in den heimischen Wäldern an. Rund zehn Millionen Bäume wurden dabei umgeworfen – ein Mehrfaches des jährlichen Holzschlages. Ein Teil dieses „Sturmholzes“ ging seinerzeit in den Export, vor allem nach Italien. Im Zeitraum 2000-2006 verlief die Entwicklung sprunghaft und die exportierte Menge kam schliesslich auf rund 1,6 Millionen Tonnen zu liegen.

Seither, also im dritten Zeitabschnitt (2007-2017), tendiert die exportierte Rohholzmenge abwärts und verzeichnete in den Jahren 2016 und 2017 mit 503 900 bzw. 514 000 Tonnen ihre bisherigen Tiefststände.  

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