Zollfahndung

Die Zollfahndung ist das Ermittlungsorgan des Zolls. Sie besteht aus rund 150 speziell ausgebildeten Mitarbeitenden mit gerichtspolizeilichen Kompetenzen und ist für die Bekämpfung von schwerem Schmuggel zuständig.

Neben Fällen von Abgabebetrug (Zölle, Einfuhrmehrwertsteuer, Abgaben auf Tabak, Alkohol, Mineralöl usw.) ist die Zollfahndung in weiteren Bereichen wie Artenschutz (CITES-Abkommen), Bekämpfung von Tierseuchen, Medikamentenschmuggel oder Kabotage tätig.

Ihr Tätigkeitsbereich beschränkt sich nicht auf die Grenze, sondern umfasst auch das Landesinnere. Zur Optimierung ihrer Einsätze in der ganzen Schweiz verfügt die Zollfahndung über Büros in Bern, Basel, Zürich, Lausanne und Lugano. Sie kann zum Zeitpunkt der Straftat selbst, oder auch erst mehrere Jahre danach intervenieren.

In den letzten Jahren hat die Zollfahndung unter anderem grosse Fälle bearbeitet wie:

  • Nicht ordnungsgemässe Einfuhren von Kunstwerken im Wert von mehreren Millionen Franken
  • Illegale Einfuhren von mehreren Tonnen Fleisch oder Lebensmitteln, die nachweislich ein Gesundheitsrisiko darstellten
  • Illegalen Handel mit Glasaalen (durch das CITES-Abkommen geschützte Aalart)
  • Schmuggel von Tabak für Wasserpfeifen

In allen Fällen wurden gesundheitsgefährdende Waren eingezogen und vernichtet, lebende Tiere wo möglich freigesetzt, und systematisch die Abgaben erhoben.

Die Zollfahndung verfügt neben ihren Ermittlungs- auch über Beurteilungskompetenzen. Sie erlässt in der Regel Strafbescheide, die ein Vielfaches der betroffenen Abgaben ausmachen. Die schwersten Fälle leitet sie für die Verhängung von Freiheitsstrafen an die Gerichte weiter.

https://www.ezv.admin.ch/content/ezv/de/home/die-ezv/organisation/zollfahndung.html