Vereidigung

Nach bestandener Berufsprüfung werden die Aspirantinnen und Aspiranten GWK feierlich vereidigt. Die Pflicht, einen Amtseid oder ein Amtsgelübde abzulegen, steht in Zusammenhang mit den umfassenden Kompetenzen von Angehörigen des Grenzwachtkorps. Als Träger des staatlichen Gewaltmonopols sind Grenzwächterinnen und Grenzwächter mit umfassenden Befugnissen ausgestattet, die auch die Anwendung von polizeilichen Zwangsmassnahmen mit einschliessen. Daher haben Sie die Ihnen übertragenen Arbeiten mit Sorgfalt auszuführen und die berechtigten Interessen des Bundes zu wahren. Sie haben sich Ihres Amtes als würdig zu erweisen. Nicht nur innerhalb, sondern auch ausserhalb des Dienstes.

Diese Treuepflicht sichert die Funktionstüchtigkeit der öffentlichen Verwaltung. Sie ist zudem die Garantie, dass das Vertrauen der Bevölkerung in den Staat nicht untergraben wird.

Die Vereidigung auf eine gewissenhafte Pflichterfüllung hin ist somit nicht nur eine Vorgabe des Parlaments oder ein zeremonieller Akt. Sie ist vor allem auch eine moralische Verpflichtung. Eine Verpflichtung die für so bedeutend erachtet wird, dass eine Verweigerung des Amtseides oder des Amtsgelöbnisses automatisch den Verzicht auf das Amt bedeutet, also die Kündigung oder den Verzicht auf die Funktion.

Das Bundesrecht kennt auch die Vereidigung der Mitglieder der Bundesversammlung, des Bundesrates und der Bundeskanzlerin, des Generals sowie der Richterinnen und Richter des Bundesgerichts, des Bundesverwaltungsgerichts, des Bundespatentgerichts und des Bundesstrafgerichts.

Amtseid/Amtsgelübde

Statt des Eides kann auch das Gelübde abgelegt werden. Beide sind vor dem Gesetz gleichwertig.

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