FAQ Neues Berufsbild Fachspezialist/Fachspezialistin Zoll und Grenzsicherheit

Was sind die wichtigsten Neuerungen gegenüber den bisherigen Ausbildungen?
Es sind keine der heute geschulten Kompetenzen verschwunden. Was sich möglicherweise ändert, sind der Zeitpunkt und die Intensität, mit der sie unterrichtet werden.

Nehmen wir ein Beispiel: Heute werden alle GWK-Aspirantinnen und Aspiranten im Ordnungsdienst ausgebildet. Im Endeffekt wird aber nur ein sehr kleiner Teil von ihnen zum Ordnungsdienstpersonal gehören. Künftig wollen wir nur noch diejenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ordnungsdienst ausbilden, die auch in diesem Bereich arbeiten. Ein weiteres Beispiel aus dem Zollbereich: Die Überprüfung einer Tarifnummer wird nach wie vor zur Basisausbildung gehören, weitergehende Abklärungen (z. B. Musterentnahme) für eine fundierte Begründung der Einreihung werden hingegen Gegenstand der Spezialisierung sein.

Wird die neue Ausbildung einfacher oder anspruchsvoller?
Das lässt sich heute noch nicht sagen. Sie wird auf jeden Fall abwechslungsreich und spannend sein. Denn sie wird jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter ermöglichen, die Kenntnisse in Bezug auf die meisten Aufgaben der EZV respektive des BAZG zu erweitern.

Wie lange dauert die neue Ausbildung und wo wird sie stattfinden?
Das ist noch nicht definitiv. Wir gehen von einer Dauer von anderthalb bis zwei Jahren für die Basisausbildung aus. Die Mischung zwischen Campus (Liestal und Interlaken), dezentraler Ausbildung und Fernunterricht hat sich bewährt und wird beibehalten. Wichtig ist, dass die neue Ausbildung nicht statisch ist. Der Lehrplan und die einzelnen Module werden laufend an die neuen Anforderungen angepasst.

Wird sich auch das Rekrutierungsprofil ändern?
Zum Teil. Alter und Grösse werden beispielsweise keine Musskriterien mehr sein. So können wir den Pool potenzieller Kandidatinnen und Kandidaten erweitern und die Diversität im BAZG fördern. Durch den Zugriff auf sensible Datenbanken und den Einsatz gewisser Zwangsmittel wird es nicht mehr möglich sein, C-Aufenthalter einzustellen. Diese können aber weiterhin in anderen Funktionen oder Direktionsbereichen tätig sein.

Werden wir spezialisierte oder allgemeine Profile rekrutieren?
Wir werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rekrutieren, die sich für die Aufgaben des BAZG generell einsetzen wollen und die sich dann im Laufe ihrer Ausbildung den Bedürfnissen der Organisation, ihren eigenen Interessen und ihrer Eignungen entsprechend spezialisieren.

Was ist heute schon zum Niveau Expertinnen und Experten bekannt?
Die Stufe Expertinnen und Experten wurde noch nicht eingehend behandelt. Priorität hatten die Stufen Basis und Spezialisierung. Diese beinhalten das Grundwissen für die Kontrolle an der Front. Hier ist der Zeitdruck am grössten. Die Ausbildung der neuen Aspirantinnen und Aspiranten beginnt ja schon in einem Jahr (Mitte 2021). Die Weiterbildung der bestehenden Mitarbeitenden folgt gleich im Anschluss. Sicher ist, dass es in jedem Bereich – Waren, Personen, Transportmittel – mehrere Fachgebiete für Expertinnen und Experten geben wird.

https://www.ezv.admin.ch/content/ezv/de/home/die-ezv/berufe-und-ausbildung/faq-berufsbild-fachspezialist-in-zoll-und-grenzsicherheit.html