Einweihung der kantonalen Einsatzzentrale (CECAL) in Bellinzona

Das Kommando und die Einsatzzentrale des Grenzwachtkorps sind seit dem 19. September 2018 mit der Tessiner Kantonspolizei, der gemeinsamen Führungszentrale und dem Sekretariat des kantonalen Feuerwehrverbands unter einem Dach vereint.

08.10.2018, Nadia Passalacqua

Cecal Gebäude
© Cancelleria dello Stato

Am 19. September wurde in Bellinzona die kantonale Einsatzzentrale CECAL eingeweiht. Die neue Zentrale verfügt über moderne Infrastrukturen, eine topmoderne IT und bietet somit ein effizientes System für die Unterstützung sämtlicher dort angesiedelter Ordnungskräfte. An der Einweihungszeremonie waren Silvio Tognetti, Leiter des Zollkreises IV und Leiter ad interim der GWK-Region IV, Matteo Cocchi, Kommandant der Kantonspolizei, die Regierungsräte Norman Gobbi und Christian Vitta sowie die Architekten Luca Pessina und Simone Tocchetti anwesend.  

Synergien nutzen

Das neue Gebäude ist das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen. Es ermöglicht auf mehreren Stufen die Nutzung von Synergien: Beim Bund, bei den Kantonen, aber auch zwischen dem Grenzwachtkorps, der Kantonspolizei und der Feuerwehr. Indem die unterschiedlichen Dienste alle unter einem Dach vereint sind, können mit der Einsatzzentrale CECAL gleich mehrere Bereiche abgedeckt werden: Diebstahlalarm, medizinische Notrufe – all das und viel mehr läuft hier zusammen. Die zuständigen Mitarbeitenden des GWK und die Polizeiangehörigen müssen jährlich über 400’000 Anrufe bearbeiten. Dazu verfügen sie über adäquate und moderne technische Hilfsmittel.

Schon seit der Eröffnung der Einsatzzentrale im März 2018 können die Bürgerinnen und Bürger auf noch flexiblere und besser organisierte Notfalleinsätze zählen als in den vergangenen Jahren. Den 18 Mitarbeitenden des Grenzwachtkorps stehen 4 Arbeitsplätze für insgesamt über 36'000 Einsatzstunden pro Jahr zur Verfügung. Jährlich sind rund 14'500 Einsätze zu bewältigen.

Die neue CECAL-Logistik weist verschiedene Vorteile auf. Dazu gehört in erster Linie die Präsenz der Kantonspolizei im Einsatzraum. Im selben Gebäude hat es ausserdem Platz für das Kommando Grenzwachtregion IV wie für die GWK-Einsatzzentrale.

Im Dienst der Bürgerinnen und Bürger

Tognetti hob in seiner Rede an der Einweihungszeremonie hervor, wie wichtig die Einsatzzentrale für die Zusammenarbeit zwischen der Eidgenössischen Zollverwaltung in Form des Grenzwachtkorps und der Kantonspolizei – beides Ordnungskräfte im Dienste der Bürgerinnen und Bürger – sei. Er unterstrich auch, dass die Einsatzzentrale CECAL sehr gut aufzeige, dass diese Zusammenarbeit zur Verbesserung der Dienste beitragen könne, indem sie mit den jüngsten technologischen Neuerungen sowie der gesellschaftlichen Entwicklung Schritt halte und gesellschaftliche Bedürfnisse erfülle. Die Bandbreite der Vorfälle sei heutzutage so gross, dass der Einsatz modernster Technologie und komplexer Strukturen unerlässlich geworden sei. Gleichzeitig seien die Arbeitsprozesse standardisiert und vereinheitlicht worden.

Cecal Einweihung
© Cancelleria dello Stato

Sicherheit und Nothilfeeinsätze optimal koordinieren

Der Direktor des Justiz- und Sicherheitsdepartements, Norman Gobbi, betonte, wie stark das Gebiet um ein früheres Zeughaus nach der Errichtung des CECAL-Gebäudes sein Gesicht verändert habe. Mit anderen dort angesiedelten Dienstleistungen sei seine strategische, operative und organisatorische Bedeutung stark gewachsen.

Der Direktor des Finanz- und Wirtschaftsdepartements, Christian Vitta, hob hervor, wie nützlich zweckmässige und moderne technische Mittel für eine optimale Koordination von Sicherheit und Nothilfeeinsätzen seien. Vitta sprach auch von der Bedeutung der Architektur, für die Gesamtinvestitionen von über 27 Millionen Franken getätigt wurden.

Der Kommandant der Kantonspolizei, Matteo Cocchi, betonte, dass die Logistik und die modernen Mittel, die mit der Zeit Schritt halten, zweifellos ausserordentlich wichtige Aspekte seien, dass aber der menschliche Faktor genauso wichtig sei.

Schliesslich zeichnete der Architekt, Luca Pessina, die wichtigsten Etappen des Projekts CECAL und seiner im Februar 2016 begonnenen Erbauung nach.

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